Samstag, 3. März 2007

Ja, im Wald, da sind die Räääuuuuhäuuuuber.....


So, ich ließ dann Sao Paulo hinter mir. Nachdem der Bus auf die Minute genau und pünktlich losfuhr, spätestens da, da wusste ich, ich hatte Peru hinter mir gelassen. Ich hatte mir einen Schlafplatz gekauft, doch trotz Schlafplatz und trotz Schlaftablette konnte ich einfach nicht pennen. Ich brauche dafür halt ein Bett, oder zumindest eine horizontal ebene Fläche. Um viertel vor sechs kam ich in Timbó an, dort musste ich noch 1,5 Stunden auf meinen Bus nach Doutor Pedrinho warten. Doutor Pedrinhio, wo liegt denn das? Die Frage habe ich mir vor ein paar Wochen auch gestellt als klar war, dass ich in unser neues Brasilien-Büro sollte. Damit ihr eine kleine Idee habt, wo es ungefähr liegt, hier ein Bildchen.




Ich bin jetzt also im Wald. In Doutor Pedrinho angekommen, holte mich Otto, unser neuer Büroleiter in Brasilien, ab. In dem 900-Seelen Dorf gibt es einen Supermarkt, der aber mal locker mit unserem Supermarkt in Arequipa mithalten kann. Der kleine Unterschied ist, dass Arequipa 800.000 Einwohner hat.... Das ist mir hier sowieso aufgefallen, Brasilien ist im Vergleich zu Peru extrem gut entwickelt. Da redet man über Schwellenländer und derartige Dinge - da gehört Brasilien aber mal hallo dazu. Die Autos sind super neu, haben alles, was ein Auto haben sollte (also nicht nur eine Hupe) und alles ist total gepflegt. Brasilien ist definitiv ein Land, was auf dem Sprung nach vorn ist. Otto und ich sind dann zu seinem Häuschen gefahren, total schnuckelig im Wald, ca. vier Kilometer von Doutor selbst entfernt. Hier gibt es nix, also wirklich, nix. Er wohnt hier mit seiner Frau und seinem Sohn, nebenan wohnen seine Schwägerin und deren Mann, ebenfalls ein Deutscher. Ich bin dort untergebracht, in einem netten Zimmer in einem Hochbett. Ich habe auch schon festgestellt, warum. Nachts kommen die Kröten raus, aber en Mass, nicht mal so eine oder zwei.


Auf jeden Fall ist es wunderschön hier, man liegt wirklich mitten im atlantischen Regenwald, umgeben von Bäumen, einem Bach (aus dem auch das Trinkwasser kommt, das teile ich mir mit den Fröschen und Kröten). Hier gibts insgesamt 40 Pferde, 50 Gänse (22 sind gestern schnatternd an mir vorbeigezogen als ich mit dem Rechner in ihrem Garten saß), fünf Hunde und 500 Riesenfrösche.... Gestern kam auch mal kurz ein Kolibri ins Zimmer geflogen, er ist dann aber wieder abgedüst.




Das ist bei uns hinter dem Haus...




... und das ist vor dem Haus...


Wenn´s geht arbeite ich im Garten, Otto hat noch Fotos von meinem "Arbeitsplatz", aber die habe ich noch nicht. Morgen gehen wir zu einem Wasserfall, da bin ich mal gespannt, 63 Meter ist der hoch. Ich stelle mal noch ein paar Fotos in die Galerie, auch von meinem Ausflug nach Blumenau, gegründet von dem deutschen Einwanderer Otto Blumenau, ihr werdet anhand der Bilder nicht glauben, dass ich in Brasilien, dem Samba-Staat bin....


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