Dienstag, 9. Oktober 2007

Mi querido Buenos Aires...

... "mein geliebtes Buenos Aires". Seit vorletzten Samstag bin ich nun in der Hauptstadt Argentiniens, dem Land des Rindersteaks und des guten Weins. Und ja, es stimmt, Argentinier essen viel Fleisch und trinken viel Wein und deswegen fühle ich mich hier so sauwohl :-D Ich habe bestimmt schon zum Tod von 38 Kühen beigetragen und einen halben Weinberg getrunken. Dazu kommt noch, dass Argentinien, trotz der Tatsache, dass die Wirtschaftskrise nun schon einige Jahre her ist, immer noch recht billig ist. Buenos Aires ist von den Kosten her vergleichbar mit Lima - also echt vollkommen in Ordnung. Bevor ich herkam war ich noch in Santiago, da hatte ich schon jedes Mal Pipi in den Augen, wenn ich eine Cola bezahlt habe. Direkt am ersten Samstag habe ich das beste Steak meines Lebens gegessen (gut, hat stolze zehn Euro gekostet, aber das für 500 Gramm). Die 500 Gramm waren dann auch ratzefatze weg, die Herren an meiner Seite staunten nicht schlecht. LECKER!!!

Am Sonntag bin ich ein wenig in der Stadt rumgelaufen, die so unglaublich viel zu bieten hat, dass ich gar nicht weiß, wo ich zuerst hingehen soll (deswegen fliege ich morgen auch nach Bariloche). Hier erst mal ein paar Eindrücke per Bild:



Das hier ist der Obelisk (genau, wie bei Asterix und Obelisk) und ist das Wahrzeichen der Stadt. Hier kreuzt sich die Avenida 9 de Julio mit der Avenida Corrientes. Wer "Resturlaub" gelesen hat kennt die Beschreibung von Pitschi bzw. von Tommy Jaud... Die Straße ist die breiteste der Welt - 18 Spuren, das Überqueren der Straße eine Tagesaufgabe... Zwei Ampelphasen brauche ich meistens wenn ich das grüne Licht beachte... und das sollte man, hängt man an seinem Leben, denn über sechs Spuren auf einmal kommt man nicht so leicht gesprintet. Die Avenida Corrientes ist der Broadway von Buenos Aires mit dem großen Theater "Gran Rex".



Hier seht ihr den Eingang zum "Caminito" (kleiner Weg) im Stadtteil "La Boca", bekannt durch den traditionsreichen Fußballclub Boca Juniors, mit dem Superstar Diego Maradonna. Heute ist La Boca ein recht gefährlicher und heruntergekommener Stadtteil, anscheinend pumpt Diego mehr Koks in seinen Nase als in den Stadtteil. Trotzdem wird auf der Straße noch Tango getanzt und alles ist sehr bunt und hübsch - am Tag.

Hier seht ihr das "Casa Rosada" - der berufliche Sitz des argentinischen Präsidenten Nestór Kirchner. Angeblich ist das rosa Haus mit Stierblut, also damals, angemalt worden. Richtig, weil Blut auch so lange rosa bleibt... Aber wie gesagt, die Kühe, die ich schon gegessen habe hätten sicher ein paar Quadratmeter Blutfläche hergegeben.



Ach so, wenn ich mal arbeitslos werden (was ja nächstes Jahr durchaus passieren kann), dann werde ich Dogwalker (Hundeausführer). Jeden Morgen sieht man in der Stadt eine Menge junge Leute, die Hunde zum Gassi Gehen abholen. Auf einmal rennen da neun Hunde mit dem an der Leine rum, artig wartet man auch darauf, dass die Freunde an der Wohnungstür abgeholt werden.

Also, ich will mal nicht zu viel schreiben, wie immer hier (Klick auf das Quadrat) einige Fotos meiner ersten Woche. Den Leckerbissen enthalte ich euch noch vor, da werden einige Leute sehr neidisch werden (besonders Roy, Arnd, LarsB...). Morgen fliege ich nach Bariloche bis Sonntag, die argentinische Schweiz in das Seengebiet. Hoffentlich liegt noch Schnee, dann gehe ich Skifahren :-D

Buenos Aires Teil I

2 Kommentare:

Stefan hat gesagt…

Lustiger Eintrag.

Bei meinem indischen WG-Kollegen würdest du dich mit deiner Kuh-Bilanz bestimmt unbeliebt machen ;-)

Anonym hat gesagt…

Schatz! Ja wo ist denn der Leckerbissen? Ich erwarte Ihn minütlich! Also bleiben mir nur schlichte Mutmaßungen:

1. Du warst mit den Boca Jungs im Whirlpool...

2. Du hast El Diego getroffen?

3. Du hast eine argentinisches Riesensteak gegessen?

Bleib tapfer! Beste Grüße,

Arnd